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Offboarding in Microsoft 365: Austritte strukturiert und sicher abwickeln

Über Onboarding wird viel geredet, über Offboarding kaum. Dabei ist der Austritt der oft vergessene Zwilling des Einstiegs, und er entscheidet über Dinge, die teuer werden, wenn man sie schleifen lässt: Zugänge, die offen bleiben, Wissen, das unwiederbringlich geht, und der letzte Eindruck, den ein Unternehmen bei einem scheidenden Menschen hinterlässt.

Trotzdem läuft Offboarding in vielen Betrieben improvisiert und auf den letzten Drücker. Am letzten Arbeitstag fällt auf, dass niemand an die Rückgabe des Laptops gedacht hat, und drei Wochen später hat die Person noch immer Zugriff aufs Postfach. Dieser Beitrag geht durch, was ein gutes Offboarding umfasst, warum der sicherheitskritische Teil besondere Struktur verlangt und wie sich der Prozess digital abbilden lässt, auch ohne eigenes Tool.

Warum Offboarding unterschätzt wird

Ein Austritt ist unangenehmer als ein Einstieg, und vielleicht wird er deshalb gern verdrängt, bis er unmittelbar bevorsteht. Das kann Auswirkungen auf einige Bereiche haben – manche sind präsenter, andere weniger.

Da ist die Sicherheit. Ein ausgeschiedener Mitarbeiter mit aktivem Zugang zu Postfach, Dateien und Systemen ist ein reales Risiko, das mit jedem Tag wächst, an dem niemand die Berechtigungen entzieht.

Da ist das Wissen: Mit einer erfahrenen Person geht Wissen, das im Betrieb bleiben sollte, wenn man es rechtzeitig sichert. Wie sich das systematisch angehen lässt, behandelt der Beitrag zum internen Wissenstransfer.

Und da ist der Ruf: Wie ein Unternehmen mit Menschen umgeht, die gehen, spricht sich herum und prägt die Arbeitgebermarke, manchmal mehr als jede Stellenanzeige – sowohl nach innen als auch nach außen.

Wer wiederkommt, und wer bleibt

Offboarding wird meist als Abschluss gedacht, dabei ist es oft ein Anfang. Früher war ein Abschied oft für immer. Arbeitgeber reagierten „gekränkt“, und wer ging, wusste, dass es eine Einbahnstraße war. In den letzten Jahren hat in der HR ein Umdenken eingesetzt: Wer geht, wird zum Alumnus, und ehemalige Mitarbeitende zählen mit zu den spannendsten Zielgruppen für die Personalgewinnung. Sie kennen das Unternehmen, das Unternehmen kennt sie, und die Einarbeitung fällt kurz aus. Manche Firmen sprechen die Rückkehr offen als Teil ihrer Kultur an, andere geben Ausscheidenden sinngemäß ein Rückflugticket mit. Im Talent Relationship Management gelten diese Wiederkehrer längst als eigene Kategorie. Die Weichen dafür werden beim Abschied gestellt: Wer im Guten geht, denkt später eher an eine Rückkehr, und ein wertschätzendes Offboarding ist die Voraussetzung dafür.

Noch häufiger übersehen wird ein zweiter Effekt, und dieser wiegt schwer: Wie sich ein Unternehmen von Menschen trennt, wirkt vor allem auf die, die bleiben. Das Team schaut genau hin. Wird ein langjähriger Kollege hastig und lieblos abgewickelt, registrieren das alle, und es sagt ihnen mehr über ihren eigenen Stellenwert als jedes Leitbild. Ein würdiger Abschied ist damit kein Luxus für die scheidende Person. Er ist ein Signal an die Belegschaft, dass hier anständig mit Menschen umgegangen wird, und wirkt so als Bindung nach innen.

Was ein gutes Offboarding umfasst

Ein durchdachtes Offboarding besteht aus mehreren Strängen, die parallel laufen und verschiedene Beteiligte betreffen.

  • Klärung und Kommunikation. Wer muss vom Austritt wissen, in welcher Reihenfolge, und wer übernimmt die offenen Aufgaben. Erst dann greifen die übrigen Schritte sauber ineinander.
  • Übergabe und Wissenssicherung. Die scheidende Person hält fest, woran sie gearbeitet hat, wo die wichtigen Dinge liegen und was Nachfolgende wissen müssen, idealerweise nicht erst am letzten Tag.
  • Rückgabe und Entzug von Zugängen. Geräte, Schlüssel und Ausweise kommen zurück, Konten und Berechtigungen werden entzogen. Der sicherheitskritische Teil, dem der nächste Abschnitt gewidmet ist.
  • Administratives. Das Arbeits- oder Dienstzeugnis, die letzte Abrechnung und nötige Bescheinigungen werden erstellt und übergeben.
  • Abschied und Feedback. Ein Austrittsgespräch bringt oft offene Rückmeldungen, die man von Bleibenden selten hört, und ein anständiger Abschied rundet das Ganze ab.

Der sicherheitskritische Teil: Zugänge und Rückgaben

Von allen Strängen ist der Entzug von Zugängen der, bei dem ein Versäumnis am teuersten wird. Ein vergessenes Konto ist nicht nur ein Datenschutzproblem, sondern ein offenes Tor. Und weil hier meist mehrere Stellen zusammenspielen, HR meldet den Austritt, die IT deaktiviert die Konten, die Führungskraft nimmt das Gerät entgegen, rutscht genau an den Übergabestellen öfter etwas durch.

Was hilft, ist eine verbindliche Liste, die an das Austrittsdatum gekoppelt ist und für jede Rückgabe und jeden Zugang festhält, wer bis wann zuständig ist. So wird aus einer Sammlung loser Erinnerungen ein nachvollziehbarer Ablauf, bei dem am Ende überprüfbar ist, dass wirklich alles entzogen und zurückgegeben wurde.

Offboarding digital abbilden, auch ohne eigenes Tool

Der Prozess lässt sich mit vorhandenen Mitteln aus Microsoft 365 abbilden. Eine Aufgabenliste in Planner oder auf einer SharePoint-Liste, ausgelöst zum Austrittsdatum, verteilt die Schritte an HR, IT und Führungskraft, und Outlook erinnert an das, was fällig wird. Für den Anfang deckt das die wichtigsten Punkte ab.

Die Schwächen treten zutage, wenn Austritte häufiger werden. Der Anstoß muss jedes Mal von Hand gesetzt werden, die Abstimmung über die drei beteiligten Bereiche bleibt Handarbeit, und ein lückenloser Nachweis, dass jeder Zugang tatsächlich entzogen wurde, ist mit einer einfachen Liste schwer zu führen. Sobald mehrere Rollen zuverlässig ineinandergreifen müssen, stößt die manuelle Variante an ihre Grenze.

Wo pemundo ansetzt

pemundo Boarding behandelt den Austritt als eigenen, geführten Prozess im selben Microsoft-365-Tenant, in dem auch der Einstieg läuft. Zum Austrittsdatum stößt das Modul die nötigen Aufgaben an und verteilt sie an die richtigen Stellen, sodass Rückgaben und der Entzug von Zugängen nicht an einer Übergabe zwischen HR, IT und Führungskraft hängen bleiben. Die Übergabe und Wissenssicherung ist Teil des Ablaufs, statt dem Zufall überlassen zu bleiben.

Weil alles in derselben Umgebung wie die digitale Personalakte läuft, ist am Ende dokumentiert, was erledigt wurde, und der Austritt fügt sich lückenlos an den Einstiegsprozess an, statt ein getrenntes Kapitel zu sein.

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Wir zeigen dir in 30 Minuten, wie sich Austritte in deiner bestehenden Microsoft-365-Umgebung strukturiert abwickeln lassen, sodass Rückgaben, Zugänge und Übergaben zuverlässig ineinandergreifen und nichts vergessen wird.

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Häufige Fragen

Was gehört in einen Offboarding-Prozess?

Die Klärung, wer den Austritt kennen und offene Aufgaben übernehmen muss, die Übergabe und Wissenssicherung, die Rückgabe von Geräten und der Entzug aller Zugänge, die administrativen Dokumente wie das Zeugnis, und ein Austrittsgespräch. Diese Stränge laufen parallel und betreffen HR, IT und Führungskraft.

Warum ist Offboarding so wichtig?

Weil an ihm Sicherheit, Wissen und Ruf hängen. Offene Zugänge sind ein Risiko, ungesichertes Wissen geht verloren, und wie jemand verabschiedet wird, prägt die Arbeitgebermarke. Ein schlechtes Offboarding fällt oft erst auf, wenn es zu spät ist.

Wie stellt man sicher, dass keine Zugänge vergessen werden?

Über eine an das Austrittsdatum gekoppelte Liste, die jede Rückgabe und jeden Zugang mit Zuständigkeit und Frist festhält, sodass am Ende überprüfbar ist, dass alles entzogen wurde. Entscheidend ist, dass die beteiligten Bereiche verbindlich ineinandergreifen und nichts an einer Übergabe verloren geht.

Wann sollte Offboarding beginnen?

Sobald der Austritt feststeht, nicht erst am letzten Arbeitstag. Vor allem die Wissensübergabe braucht Vorlauf, weil sie sich nicht in einer Stunde erledigen lässt.

Christina Mokoru & Martin Sulzbacher
👋🏻 Hi, wir sind Christina und Martin, das Gründerteam von pemundo. Bei uns geht's um alle Facetten der HR Digitalisierung, und die ist viel mehr als HR Software. Aus eigener HR-Praxis und täglichen Gesprächen mit KMU wissen wir, wo es im Alltag wirklich klemmt. 🤝 Wir wollen dich und deine HR Abteilung dazu "enablen", digitaler zu werden, praktisch und in der Umgebung, die ihr schon habt.

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