
Onboarding entscheidet darüber, ob neue Mitarbeitende nach sechs Monaten noch da sind. Studien aus dem DACH-Raum zeigen seit Jahren ein konsistentes Bild: Wer in den ersten 90 Tagen das Gefühl hat, schlecht organisiert übernommen worden zu sein, kündigt überproportional häufig in der Probezeit. Die Kosten dafür sind hoch — Recruiting, Einarbeitung, entgangene Produktivität und der Effekt aufs Team.
Trotzdem läuft Onboarding in vielen KMU bis heute über Outlook-Mails, eine Excel-Checkliste in der HR-Ablage und das Bauchgefühl der Führungskraft. Das funktioniert bei zwei Eintritten pro Jahr — aber nicht skalierbar, nicht prüfbar und nicht in einer Welt, in der IT-Setup, Compliance-Schulungen und mobile Eintritte parallel laufen müssen. Wer bereits in Microsoft 365 arbeitet, hat alle Bausteine für einen sauberen digitalen Onboarding-Prozess an Bord. Der eigentliche Hebel ist dabei selten die Technik. Es geht um einen klaren Plan und verbindliche Verantwortlichkeiten.
Die Probezeit ist in DACH-Arbeitsrecht meist der Zeitraum, in dem beide Seiten unkompliziert auseinandergehen können. Das ist arbeitsrechtlich sinnvoll, macht aber dieses Fenster zu einer Bewährungsphase. Drei Phasen lassen sich klar trennen: Preboarding (Vertragsunterzeichnung bis erster Arbeitstag), Onboarding im engeren Sinne (Tag 1 bis Tag 30) und Integration (Tag 31 bis Tag 90).
In jeder Phase entscheiden andere Faktoren über den Erfolg. Im Preboarding geht es um Bindung und Vorfreude — der Vertrag ist unterschrieben, der erste Tag noch zwei Monate weg, und in dieser Zeit ist das Risiko hoch, dass die Person sich noch einmal anders entscheidet. In den ersten 30 Tagen geht es um Orientierung: Arbeitsmittel, Pflichteinweisungen, erstes echtes Aufgabenpaket. Zwischen Tag 30 und Tag 90 verschiebt sich der Fokus auf Wirksamkeit — die neue Person liefert eigene Ergebnisse, baut Beziehungen auf, kalibriert mit der Führungskraft.
Onboarding scheitert selten daran, dass es niemand will. Es scheitert daran, dass unklar ist, wer was bis wann macht. Drei Rollen müssen sauber orchestriert sein.
In der Praxis fallen die meisten Pannen an den Übergängen zwischen diesen drei Rollen. Klassische Fälle: HR vergisst, IT rechtzeitig zu informieren, das Notebook ist am ersten Tag nicht da. Oder die Führungskraft denkt, die Compliance-Schulung sei HR-Aufgabe, HR denkt, sie sei Sache der Führungskraft. Beide Probleme sind organisatorisch, nicht technisch — aber eine digitale Lösung, die die Verantwortlichkeiten transparent macht, verhindert sie zuverlässig.
Das Preboarding wird in vielen KMU unterschätzt. Dabei ist es der günstigste Hebel, um die Bindung an die neue Stelle zu festigen.
Wer das Preboarding strukturiert in der M365-Umgebung abbildet, hat noch einen praktischen Nebeneffekt: Die Pflichtdaten sind schon erfasst, bevor der erste Arbeitstag beginnt — das spart spürbar Zeit in HR und füllt direkt die digitale Personalakte.
Der erste Tag prägt den ersten Eindruck, die folgenden vier Wochen entscheiden über die fachliche Ankunft. In dieser Phase muss die neue Person das Unternehmen, das Team, die eigene Rolle und die zentralen Pflichten kennenlernen.
Eine digitale Onboarding-Lösung in M365 macht in dieser Phase den Unterschied: zentrale Aufgabenlisten, automatische Erinnerungen für Pflichtschulungen über das Schulungsmanagement, dokumentierter Status für jede To-do. So sieht HR auf einen Blick, ob bei einem Eintritt etwas hängt — und nicht erst, wenn die Probezeit zu Ende geht.
In dieser Phase verschiebt sich das Onboarding vom Strukturieren zum Bewähren. Das Setup steht, die Pflichtschulungen sind gelaufen, die Person ist im Team angekommen. Jetzt geht es um zwei Dinge: Wirksamkeit zeigen und ehrliches Feedback austauschen. Das 60-Tage- und das 90-Tage-Gespräch sind die Pflichttermine. Sie sind die letzte reguläre Gelegenheit, vor dem Probezeitende noch nachzusteuern, und genau deshalb keine reine Formalität. Strukturierte Gesprächsleitfäden helfen, dass diese Termine inhaltlich belastbar sind und nicht in Floskeln versanden.
Microsoft 365 bringt Bausteine mit, die Onboarding tragen können: SharePoint für Dokumente und Listen, Power Automate für Workflows, Forms für Pflichtformulare, Teams für Kommunikation und Aufgabenkarten. Wer das selbst zusammenbaut, kommt für ein einfaches Onboarding weit. Der Aufwand entsteht in der Wartung: Sobald sich Pflichten ändern (etwa bei DSGVO, BVV oder Entgelttransparenz) oder die Organisation wächst, wird die Eigenentwicklung zur Last.
pemundo Boarding ist ein vorkonfigurierter Onboarding-Prozess für Microsoft 365. Phasenmodell, Checklisten, Pflichtschulungen, Zuordnung der Verantwortlichkeiten zwischen HR, IT und Fachbereich sind out of the box angelegt und bleiben anpassbar. Verbunden mit pemundo Core (Personalakte) und pemundo Learn (Schulungsmanagement) entsteht ein durchgängiger Datenstrom: Eintritt erfasst, Akte angelegt, Pflichttrainings eingeplant, Status nachvollziehbar — alles im eigenen Tenant, ohne separates Onboarding-Tool und ohne Datenexport in eine Drittlösung. Wenn das Recruiting ebenfalls in M365 läuft, schließt sich der Kreis vollständig.
Realistisch sind sechs bis zehn Wochen von Konzeption bis Go-Live. Der größere Aufwand entsteht erfahrungsgemäß bei der Abstimmung zwischen HR, IT und Fachbereichen, weniger bei der technischen Umsetzung.
Sie fließt in die Personalakte. Probezeitprotokoll, abgeschlossene Schulungen und Feedbackgespräche bleiben dokumentiert und sind später für Mitarbeitergespräche und Compliance-Nachweise verfügbar.
In Deutschland sind Sozialversicherungsmeldungen (DEÜV), Steuer-ID und AÜG-relevante Daten Pflicht. In Österreich greift die ELDA-Anmeldung spätestens am ersten Arbeitstag. In der Schweiz die AHV-Anmeldung. Pflichtschulungen variieren branchenabhängig.
Genau dafür ist es gemacht. Wenn Hardware-Versand, Identitätsprüfung und Pflichteinweisungen digital funktionieren, sind Remote-Eintritte oft sauberer dokumentiert als klassische vor Ort.
Wir zeigen dir in einer 30-minütigen Demo, wie ein durchgängiger Onboarding-Prozess in deiner M365-Umgebung aussieht — vom Preboarding bis Tag 90.
