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HR-Digitalisierung im KMU: wo anfangen

Die meisten KMU wissen, dass ihre HR digitaler werden sollte. Was fehlt, ist selten die Einsicht, sondern der erste Schritt. Vor der Personalabteilung liegt eine lange Liste: Personalakte, Recruiting, Onboarding, Schulungen, Reporting, Vertragsfristen. Alles gleichzeitig geht nicht, und wo man anfängt, ist keine offensichtliche Entscheidung.

Der verbreitete Reflex ist, sich zuerst nach einer Software umzusehen. Das ist verständlich, führt aber oft an der eigentlichen Frage vorbei. Denn HR-Digitalisierung ist weniger ein Software-Kauf als eine Reihe von Entscheidungen darüber, welche Prozesse in welcher Reihenfolge sauberer laufen sollen. Dieser Artikel zeigt, warum die Software nicht der erste Schritt ist, mit welchem Prozess sich der Anfang lohnt und warum klein starten der schnellere Weg ist.

Warum die Software nicht der erste Schritt ist

Sich zuerst für ein Werkzeug zu entscheiden, hat einen Haken: Es verschiebt die Aufmerksamkeit von der Frage, was eigentlich verbessert werden soll, hin zur Frage, welches Produkt das beste ist. Beides ist nicht dasselbe.

Ein Prozess, der heute umständlich läuft, wird durch reine Digitalisierung nicht besser, nur schneller umständlich. Wer eine unklare Zuständigkeit oder eine chaotische Ablage eins zu eins in ein System überträgt, hat am Ende dasselbe Durcheinander, nur digital. Deshalb steht am Anfang nicht die Auswahl einer Software, sondern die Klärung dessen, was der jeweilige Prozess leisten soll. Die Werkzeugfrage kommt danach, und sie fällt dann meist leichter, weil klar ist, worauf es ankommt.

Das heißt nicht, dass die Suche nach einer Lösung falsch wäre. Sie ist nur selten der sinnvolle Ausgangspunkt.

Zuerst den Prozess verstehen

Bevor ein Prozess digitalisiert wird, lohnt der genaue Blick darauf, wie er heute tatsächlich läuft. Nicht wie er laufen sollte, sondern wie er real abläuft: Wer macht was, an welcher Stelle bleibt etwas liegen, wo entstehen die wiederkehrenden Ärgernisse.

Häufig zeigt sich dabei, dass der Prozess nie wirklich definiert war, sondern sich über Jahre eingespielt hat. Genau das ist der wertvolle Moment. Wer die Digitalisierung nutzt, um einen Prozess einmal sauber zu durchdenken, gewinnt oft mehr als durch die Technik selbst. Wer ihn dagegen im bestehenden Zustand zementiert, macht die Schwächen dauerhaft.

Dieser Schritt braucht kein großes Projekt. Für die meisten HR-Prozesse reicht es, den Ablauf einmal aufzuschreiben und mit den Beteiligten durchzugehen, bevor ein Werkzeug ins Spiel kommt.

Mit welchem Prozess anfangen

Die Frage nach dem ersten Prozess entscheidet sich an drei einfachen Kriterien: Wo ist der Aufwand am größten, wo das Risiko, und wie oft fällt der Prozess an. Ein Prozess, der viel Handarbeit kostet, rechtlich heikel ist und ständig vorkommt, ist ein besserer Startpunkt als einer, der selten und ohne Folgen abläuft.

In vielen KMU landet man damit bei der digitalen Personalakte. Sie ist selten der schmerzhafteste, aber der grundlegende Prozess, weil fast jeder andere auf ihren Daten aufsetzt. Wer sie zuerst ordnet, schafft die Basis für alles Weitere.

Andere Startpunkte ergeben sich aus dem konkreten Druck. Wenn das Onboarding regelmäßig hakt und neue Mitarbeitende schlecht ankommen, lohnt der Anfang dort. Bleiben Stellen zu lange offen, ist das Bewerbermanagement der naheliegende erste Schritt. Und wenn Entscheidungen an fehlenden Zahlen scheitern, kann ein einfaches HR-Reporting den größten Unterschied machen. Entscheidend ist, dass es ein Prozess ist und nicht alle gleichzeitig.

Einen nach dem anderen, nicht alles auf einmal

Der Versuch, HR in einem großen Wurf zu digitalisieren, scheitert häufiger, als er gelingt. Ein solches Projekt bindet über Monate Kapazität und liefert lange nichts, das im Alltag ankommt. Sinnvoller ist es, einen Prozess umzustellen, ihn eine Weile laufen zu lassen und aus dieser ersten Runde zu lernen, bevor der nächste folgt.

Dieses Lernen ist der eigentliche Gewinn des schrittweisen Vorgehens. Beim ersten Prozess zeigt sich, was in der eigenen Organisation funktioniert, wo Beteiligte Unterstützung brauchen und welche Annahme sich nicht gehalten hat. Diese Erfahrung fließt in den zweiten Prozess ein, der dadurch runder läuft als der erste. Dass die Daten aus dem ersten Schritt danach schon sauber vorliegen, ist ein willkommener Nebeneffekt, nicht der Hauptgrund.

Perfektion ist dabei nicht das Ziel. Ein Prozess, der zu achtzig Prozent sauber läuft und in Betrieb ist, bringt mehr als einer, der auf dem Papier durchgeplant, aber nie live gegangen ist. Nachschärfen lässt sich immer noch.

Wo pemundo ansetzt

Der modulare Aufbau von pemundo ist auf genau diesen schrittweisen Weg ausgelegt. Statt einer Komplettumstellung lässt sich mit einem Modul beginnen, meist der Personalakte als Fundament, und der Rest kommt dazu, wenn der Bedarf da ist. Weil alles im eigenen Microsoft-365-Tenant liegt, entsteht kein Bruch zwischen den Schritten: Was im ersten Prozess erfasst wird, steht im nächsten bereit. Den technischen Unterbau dieses gemeinsamen Fundaments behandelt der Überblick zur HR-Software auf Microsoft 365.

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Christina Mokoru
👋🏻 Hi, ich bin Christina und bei mir geht's um alle Facetten der HR Digitalisierung. 🤫 Und das ist viel mehr als HR Software. Ich will dich und deine HR Abteilung dazu "enablen", digitaler zu werden.

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